Der objektive Bericht
Manchmal spielt das Leben nicht
nur Bowling, sondern einem auch seltsam mit: Da lädt
man 20 Leute zu seinem Geburtstag ein, es kommen
dann nur 5 und
- es wird die beste Party ever… So (oder doch
so ähnlich) erging es auch unserer Bowlingrunde, als
sich nach einer einjährigen Pause wieder einmal nur
6 Mitspielerinnen und Stehbowler an unseren
Stammbahnen 7 und 8 im Bowlingcenter am Eisstadion
eingefunden hatten. „Wie das, nun erzähl doch
mal!“ denkt Ihr jetzt womöglich – mache ich,
aber erst im nächsten Absatz…
Unter den sechsen waren auch 2
sogenannte newbies zum ersten Mal dabei, Hila,
israelische Vizemeisterin im Freihandbowling, und
Christina, ein aufstrebendes Talent aus der
Freiburger Bowlingschule und bereits mit einer
eigener Bowling-AG an unserer Klinik tätig. Diese
beiden wurden, ebenso wie die Gründerväter Marco und
Peter und die erfahrenen Mitspieler*innen Jonathan
und Lena am Empfangstresen erst einmal darüber
belehrt, dass man Bowlingschuhe immer 1 Nummer
kleiner als die eigene Schuhgrösse wählen sollte…
Na, wer’s glaubt… Ich jedenfalls nicht, doch...
Marco nickte zustimmend und nahm gleich 2 Nummern
kleiner, irgendwie wollte er da jemanden hinter dem
Tresen durchaus imponieren, doch das sollte sich
später (fast) noch rächen… So ich binde mir jetzt
erstmal meine Bowlingschuhe (normale Grösse),
wir sehen uns im nächsten Absatz wieder…
Flugs ging es an die Bahnen und die ersten Kugeln
rollten schon, als plötzlich noch Verstärkung für
Mitspieler Jonathan eintraf, Janna und Sohnemann
Jonas, ein ganz junges Bowlingtalent mit besten
Karriereaussichten. Diese beiden unterstützten
Jonathan fortan mit Würfen, Ratschlägen und
kostenloser Nackenmassage. Oha, da wollte jemand aber
wirklich unsere Trophy, den Kikli-Cup, an sich
bringen, das Team J-J-J. Ob es klappte? Weiter geht’s
im nächsten…
Nun, Marco hatte in den ersten beiden Runden mit
Spielen knapp unter 200 alle begeistert, sollte an dem
Schuhdings etwa doch etwas dran sein??? Auch Hila und
Christina wussten beim ersten Aufritt zu gefallen,
vielleicht stand die Aufregung beim Debut manchmal
noch einem erfolgreichen Wurf sprichwörtlich im Wege,
so dass die Kugel doch ein paar Mal an dem anvisierten
Pin vorbeischlitterte. Und in der dritten Runde um den
Kikli-Cup schien es dann zunächst wieder nach einem
Erstwurf – Ziel Sieg von unserem Terminator Marco im
Team mit Christina auszusehen, doch… was war das…? Auf
einmal purzelten die pins nicht mehr wie gewohnt so
fröhlich durcheinander und.. er beendete die Runde mit
für ihn bescheidenen 129 Punkten und ein Blick in sein
Gesicht verriet… da taten jemanden die schwindenden
Gewinnaussichte oder die Füsse fürchterlich weh…. So
kamen JJJ und Elena immer näher und hatten im letzten
Durchgang alles in den eigenen Händen, aber…aber...
…am Ende fehlten ganze 6 Punkte zum Triumph… ein
Wimpernschlag, ein Schmetterlingshauch, ein… na gut,
lassen wir das. Am Ende war also alles wie (fast)
immer… das Team Marco gewann und reckte stolz unseren
Cup in den Freiburger Abendhimmel. Und am Ende gab es
dafür von der Bowlingchefin obendrein noch einen
dekorativen alten Pin als Geschenk, den dann das Team
JJJ gewissermassen als Trostpreis mit nach Hause nahm…
Ich selbst brauche sowas natürlich nicht, sondern
summte leise den alten Ramones Titel „The KKK took
my baby away“ vor mich hin, etwas umgetextet
in „The JJJ took no trophy away, dumdidumlalala“
vor mich hin. Schade für die 3, aber eben... doch ein
guter Song… und nun wie stets
an dieser Stelle - "Schluss, Aus,
Streusand"!… |